The Back of the Napkin
26. November 2008
“The Back of the Napkin” von Dan Roam war eigentlich ein Pflichtkauf. Ich bin seit langem Fan von seinem Blog, der immer für viele, viele tolle Visualisierungen und Anschauungsmaterialien gut ist. Sein Buch beschäftigt sich indes mit genau diesem Thema: “Probleme lösen und Ideen verkaufen mit Hilfe von Bildern”.
Im Buch wird, nach einer kurzen Einleitung, zunächst einmal das Grundgerüst vorgestellt: was ist Visualisierung? Warum funktioniert Vsualisierung? Wie kann ICH Visualisierungen erstellen? Und vor allem: wie gehe ich an Problemstellungen visuell heran? Der Text ist locker geschrieben, seinerseits sehr visuell mit Strichzeichnungen aufbereitet und vor allem: richtig eingängig.
Im zweiten Schritt geht es tiefer in das “Framework” und es werden Visualisierungstypen zu verschiedenen Problemstellungen vorgestellt. Und hier fällt leider das das Problem des Buches auf: es ist zu kurz. Die Typen werden nur vorgestellt und weiter geht es mit dem Handwerkszeug des visuellen Denkens. An der Stelle wären mehr Beispiele oder gar kleine Übungen zu den einzelnen Typen angebracht gewesen, aber gut.
Anschließend wird kurz gezeigt, wie man die neu gewonnenen Kenntnisse in einer Präsentation einsetzen kann. Auch hier liegt die Betonung auf: “kurz”. Es folgen einige (interessante) Beispiele aus dem Arbeitsalltag des Autors und dann.. ist das Buch zu Ende.
Man merkt es schon: der vorhandene Inhalt hat mir sehr gut gefallen. Was mich gestört hat war der nicht vorhandene Inhalt – oder vielmehr die Tatsache, dass er nicht vorhanden war. Ich hätte gerne mehr gehabt: mehr Beispiele, mehr kleine Übungen, mehr Erklärung wie man die Techniken im Alltag einsetzt. So muss man sich selbst aufmachen und das Gelernte einfach ausprobieren. Das ist auch nicht schlecht, aber das Buch hinterließ mich ein wenig unbefriedigt.
Nachdem ich das im Buch gelernte aber nun seit 2 Wochen einsetze ist klar: es hat mich definitiv weitergebracht. Ich habe erfolgreich Visualisierungen für eine breite Zielgruppe erstellt, die ich vorher völlig anders (und wenn ich ehrlich bin: weniger erfolgreich) bedient habe. In so fern war das Buch ein voller Erfolg.
Fazit: Definitive Empfehlung als Einstieg in die Visualisierung. Auch für Erfahrene wertvoll. Erfordert Eigeninitiative. Daumen hoch.
Saving the Princess
23. November 2008
Danc hatte bereits vor einiger Zeit die Folien zu einem sehr interessanten Vortrag vorgestellt. Dabei ging es um Applikationen, in denen Prinzessinnen gerettet werden. Oder vielmehr: was wäre, wenn man eine Applikation so entwickelt, als würde man eine Prinzessin damit retten. Im Prinzip also eine Anwendung von Regeln des Game Design auf Business-Applikationen. Wenn man genauer darüber nachdenkt wirklich sinnvoll und (wie immer bei Danc) gut durchdacht und vorgestellt.
Nun endlich gibt es das Video des Vortrags.
Hier ist der ursprüngliche Artikel. Hier ist die Seite zum Vortrag.
Und hier der der Vortrag an sich (ab 10:00):
Gutes Timing
22. November 2008
Nächsten Monat halte ich im Rahmen des Communitystammtisch 2.0 in Frankfurt einen Vortrag zum Thema: “Web 2.0 Communities vs. Gaming-Communities”. Und promt sehe ich die neue Ausgabe des “making games“-Magazins mit dem Titel: “Community Management”. Das war in dem Moment mal ein Pflichtkauf.
Auch wenn ich sonst eher weniger von den Artikeln der making games angetan bin, sind die Artikel zu Community Management doch durchweg gut. Wenig verwunderlich: der Headliner ist von Nadja Bastawi und Thomas Legemann, beide Geschäftsführer von Two Pi. Über Dr. Guðmundsson von EVE Online muss man auch nicht viel sagen. Einzig Teut Weidemann sagte mir nichts, aber was er sagte hatte Hand und Fuß (und den Tonfall eines Veteranen, der schon genug Flames gelöscht hat). Also: schöne Ausgabe mit guten Grundlagen zu Community Management bei Spielen.
Das Wochenende werde ich mich mal hinsetzen und meinen Vortrag vorbereiten. 30 Minuten für Grundlagen und Parallelen – da muss ich mir noch einen roten Faden ausdenken.
