made_to_stickMade to Stick” von Chip & Dan Heath setzt für mich da ein, wo “The Tipping Point” aufhört: bei der Frage, wie man die “Klebrigkeit” einer Idee bemessen und verbessern kann. Und dabei landen sie interessanterweise bei einer Anleitung, wie man die Prinzipien von “Influence” auf Texte und Nachrichten anwendet.

Durch das ganze Buch ziehen sich Beispiele und Anekdoten, die genau auseinander genommen und untersucht werden: von alten Sagen und Erzählungen über Urban Legends hin zu aktuellen Beispielen aus der Wirtschaft und Werbung. Daraus werden die eigenltichen Erkenntnisse abgeleitet, formuliert und in kleinen Übungen noch einmal deutlich gemacht. Heraus kommt ein Set von Regeln, wie man seine Ideen und Aussagen möglichst gut in Textform weitervermitteln kann.

Durch die eigenen Ableitungen der Regeln aus der Praxis fehlt jedoch leider etwas der wissenschaftliche Hintergrund. Studien und Referenzen finden sich im Buch wenige, aber hier kommt das oben erwähnte Buch “Influence” ins Spiel. Viele der Erkenntnisse, bei denen die Brüder letztendlich landen basieren auf genau den Prinzipien, die Robert Cialdini als Grundlage für erfolgreiches Überzeugen beschrieben hat. Es mag zwar wenig vertrauenserweckend wirken die eigentliche Grundlage für ein Buch aus einam anderen abzuleiten, aber mir reicht es, um den Inhalt für voll zu nehmen. Im Gegenteil: Ich war sehr überrascht, wie gut die beiden Bücher zusammenspielen.

Unter dem Strich fand ich das Buch sehr gut. Auch wenn es mir nicht so den Kick gegeben hat wie “The Back of the Napkin“, so steckt viel anwendbares Wissen in dem Buch. Gute Strukturierung des Inhalts und gut zu lesen. Daumen hoch.

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