Gary Vaynerchuk: Patience, Hustle, Content, Community
10. Januar 2009
Ich mag Gary Vaynerchuk. Ja, seine Vorträge und Videos wirken oft großmäulig, aber es ist nicht die überhebliche Großmäuligkeit, die manche Agenturen (für sich und ihre Kunden) so gerne einsetzen. Er wirkt so, weil er überzeugt von seiner Sache ist und diese leidenschaftlich voran treibt.
In seine hier vorgestellte Unternehmensphilosophie “PHCC” kann man sich eigentlich nur verlieben. Patience, Hustle, Content, Community: Nichts wird für dich vom Himmel regnen, nichts wird dir hinterher getragen, biete deinen Kunden ein gutes Produk, kümmere dich sie und sie kümmern sich um dich. Und das ist vor allem eins: ehrlich gegenüber sich selbst und ehrlich gegenüber seinen Kunden.
Wo bitte schön hört man heute noch ein Web2.0-Projekt, dass seine Unternehmensphilosophie mit weniger als 20 Buzzwörtern spickt und sich dabei für “teh nexxt hot shit!” hält? Wir brauchen mehr Gary Vaynerchucks, die Klartext reden und sich bewusst sind “nur” ein Business zu sein.
Kollaborative Wissensspiele
8. Januar 2009
Es begann mit einem Artikel im Blog von Scott Jennings aka Lum the Mad, wahrscheinlich beeinflusst von Raph Kosters Artikel in seinem Blog. Beide liesen sich über einige Unzulänglichkeiten von Wikipedia aus, angeregt durch den aktuellen Streit um den Wikipedia-Eintrag von Threshold.
Der Artikel war interessant, doch meine Aufmerksamkeit wurde von dem Kommentar eines gewissen Zuzax geweckt:
I think Wikipedia is now an MMOG, populated by rival editing guilds.
Und zusammen mit dem großartigen Vortrag von Dan Cook zum Thema “Macht Applikationen gefälligst wie Spiele” machte es klick und es war völlig klar: wenn Applikationen wie Spiele werden sollen, dann sind kollaborative Tools natürlich MMOGs. Das ist eigentlich nichts Neues, aber zu Ende gedacht stehen da bestimmt spannende Konzepte dahinter.
Der zitierte Kommentar in Lums Blog weist natürlich auf die Gefahr hin, dass rivalisierende Gruppen plötzlich versuchen Einfluss auf den Informationsgehalt der Plattform zu nehmen. Aber ist das nicht auch so der Fall? Die Nachrichten von Manipulationsversuchen, Editierkriegen und zweifelhafter Moderation/Administration bei der Wikipedia werden zumindest nicht weniger. Also wieso nicht wirklich eine kollaborative Plattform als massenkompatibles Spiel verpacken?
Warum man das tun sollte? Einerseits um den Einstieg in solche Plattformen zu erleichtern. Um Kommunikation und Zusammenarbeit der Mitglieder zu fördern. Um die Teilnehmer an die Plattform zu binden – sie auch emotional ein Stück weit zu einzubinden. Damit sie direktere Gratifikationen haben als das abstrakte: “Ich tue etwas Gutes”. Und weil alle mehr Spaß dabei hätten und die Plattform nicht Gefahr läuft sich selbst zu ernst zu nehmen.
Hm, ich glaube das Thema lohnt wirklich noch den einen oder anderen Gedanken. Und das alles nur, weil Game Designer plötzlich die Wikipedia betrachten - wenn auch in diesem Fall eher humorvoll.
Die Frage des Tages
4. Januar 2009
Da mein treues Acer Travelmate zur Zeit in Reparatur ist und möglicherweise versehrt zu mir zurück kommen wird frage mich im Moment: Apple MacBook 2.4 Ghz oder LG P310 Tarsia?
Was denkt ihr?
