Lift09, der erste Tag

26. Februar 2009

Heute begann langsam. Sprich: ich habe ausgeschlafen, gefrühstückt und bin dann in aller Ruhe zum Konferenzzentrum gefahren, in dem die Lift09 statt findet. Dort eingecheckt, umgesehen und dann wurde ich von einer Horde kleiner Gadgets überannt.

Die Rede ist von Pokens. Jede Lift-Karte hat ein eingestecktes Poken, was den Konferenzteilnehmern ermöglicht ihre Kontaktdetails zu tauschen, indem sie einfach ihre Lift-Karten aneinander halten. Natürlich muss man zunächst sein Poken-Account einrichten, aber hey – verglichen mit dem Tauschen von Visitenkarten ist dies Future deluxe.

Daneben gibt es die Pokens auch in süß und knuddelig. Kaum hatte ich die Pokens getwittert, schon meldeten sich die daheim gebliebenen mit Bestellungen. Scheint so, als wäre ich nicht der einzige, der sich in die kleinen Dinger verliebt hat.

Der erste Workshop für mich war Transmedia Storytelling Unveiled von Nicoletta Iacobacci. Nach einer rasenden Grundlage (schnell vorgetragen, da sehr umfangreich) ging es dann in eine offene Diskussion über Media und Transmedia über. Die Diskussion bezog sich sehr auf “Old Media” und speziell TV mit ein paar Einflüssen von den üblichen ARGs. Mir persönlich sehr eingeschränkt und zweifelhaft sinnvoll, aber es gab überwältigend viele Pointer zu Referenzen und Konzepten.

Der zweite Workshop “Dreamer’s Corner: Founding a New, Tech-based and Crisis-‘enwisened’ Economical Space?” von Tim Anglade begann eher schleppend. Es gab kein wirklich definiertes Ziel, nur eine sehr, sehr grob abgesteckte Agenda. Mit der Zeit brachten sich zunehmend mehr Teilnehmer ein, so dass gegen Ende tatsächlich eine interessante Runde über Bezahlsysteme und Ressourcenverteilung statt fand. Leider war kein VWLer anwesend. Ich wurde  die ganze Zeit das Gefühl nicht los, dass wir da naiv über Sachen reden, die VWLer bereits seit Jahrzehnten diskutieren. In so fern wäre jemand, der einen “Reality Check” beisteuert wirklich sinnvoll gewesen. So war es ok, aber eben sehr “ins Blaue geraten”.

Danach trafen sich alle in der Lobby auf einen Wein und kleine Knabbereien. Dort traf ich zwei Teilnehmer von dem Transmedia-Workshop und die Diskussion ging weiter, diesmal weg von klassischen Medien und hin zu experimentellem Zeug. Der Austausch setzte sich in einem wirklich guten mexikanischem Restaurant fort.

So, und das reicht jetzt erstmal auch. Mein Kopf ist angenehm gefüllt, ebenso wie mein Moleskin mit dutzenden neuen Pointern auf mir bisher unbekanntes Material. Jetzt erst einmal ab ins Bett und morgen geht es mit den Vorträgen weiter.

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