Kurze Pause

18. Juli 2010

Nach anstrengenden und ziemlich warmen Tagen fliege ich nunmehr 2 Wochen in den Urlaub, um mich an einem noch wärmeren Ort zu entspannen und zu erholen. Nebenbei habe ich natürlich auch meine Sideprojects im Gepäck, so dass mir gewiss nicht zu langweilig wird.

Ansonsten werde ich keinen Zugang zum Internet haben – ich werde mich bemühen alle in der Zwischenzeit gesendeten Mails und Kommentare schnellstmöglich nach meiner Rückkehr im August zu beantworten.

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Ich hatte gerade einen Flashback: Das Interview von Appstory mit Stefan Weitz, dem “Director of Bing” (ein großartiger Titel btw.), erinnert mich gerade stark an meine Diplomarbeit.

Der Titel meiner Diplomarbeit war: “Erörterung von Ansätzen für kontextbasierte, speziell ortsbasierte, Erweiterungen von Informationssystemen, veranschaulicht durch einen Prototypen“. Und nein, der Titel war nicht von mir, nur das Thema.

Damals arbeitete ich beim Zentrum für grafische Datenverarbeitung in Darmstadt (das inzwischen in das IGD aufgegangen ist) an kontextsensitiven Informationssystemen und 2004 nahm ich einfach den ganzen F&E-Kram und strickte daraus eine Diplomarbeit.

Im Grunde ging es um genau das, worüber Stefan Weitz spricht: automatisiertes Erweitern von Suchanfragen an Informationssysteme durch den Kontext, in dem sich der Benutzer gerade befindet. Interessant dabei ist mein damaliges Fazit:

Meiner Meinung nach werden diese Ansätze in Zukunft, vor allem bei geschlossenen Informationssystemen, eine große Rolle spielen. Die Einarbeitungszeit wird aufgrund der erwähnten Erweiterungen sinken, so dass die Benutzer schneller den Umgang mit den Informationssystemen erlernen können.

Bei offenen, allgemein zugänglichen Informationssystemen hingegen denke ich nicht, dass sich kontextbasierte Erweiterungen durchsetzen können. Die Probleme mit Datenschutz, der große Aufwand der Grundinitialisierung und das Problem der benötigten spezialisierten Geräte – all dies entspricht nicht dem Bild eines einfach zu benutzenden, unproblematischen Informationssystems.

Und nun, sechs Jahre später, sind zwei dieser damals angesprochenen Probleme gelöst. Die “Grundinitialisierung” seines personalisierten Informationssystems hat im Grunde jeder mit dem Erstellen seines Google- oder MSN-Accounts hinter sich und die “spezialisierten Geräte” haben wir alle in Form unserer Mobiltelefone immer bei uns.

Bleibt noch der Datenschutz. Haben wir hier eine Lösung oder ist es uns inzwischen einfach egal? Und wie werden wir das alles in weiteren sechs Jahren betrachten?

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Ich und die Anderen

16. Mai 2010

Ein Thema auf der Lift-Konferenz dieses Jahr war “Privatsphäre”. Seit der Konferenz geht mir das Thema immer wieder im Kopf herum. Einerseits, weil es wesentlich tiefer geht als ich dachte. Andererseits, weil man aktuell von allen Seiten damit förmlich bombardiert wird. Insbesondere Mark Zuckerberg hört nicht auf kontroverse Sätze in die Welt zu setzen:

“You have one identity… The days of you having a different image for your work friends or co-workers and for the other people you know are probably coming to an end pretty quickly… Having two identities for yourself is an example of a lack of integrity” – Zuckerberg, 2009

Falscher Ansatz, Zuck. Ich bin nur eine Person, aber ich bin gleichzeitig folgende Personas (Auszugsweise):

Das hat nichts mit mangelnder Integrität zu tun. Noch nicht einmal etwas mit privat und öffentlich, sondern mit unterschiedlichen Personenkreisen und Interessensgebieten. Ich spreche mit meinen Kollegen anders, als mit Kunden. Ich spreche mit Kunden anders, als mit meinen Eltern. Ich spreche mit meinen Eltern anders, als mit meinen Freunden und so weiter. Und trotzdem bin alles ich.

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