Das wurde auch Zeit, dass es jemand mal richtig macht:

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore iPad App Trailer from Moonbot Studios on Vimeo.

Ein tolles Buch, welches für sich alleine stehen kann, ein schöner Animationsfilm, viele versteckte Kleinigkeiten – alles in einem und das alles, ohne dass etwas aufgezwungen wirkt. Es lädt immer zum lesen, anschauen, spielen und entdecken ein. Und was gibt es schöneres für ein (Kinder-)Buch?

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Aside Magazine

15. Mai 2011

Die zwei Berliner Designer Nico Engelhardt und Johannes Ippen versuchen sich an einem Magazin auf dem iPad in HTML5 und legen dabei ganz schön vor.

Aside Magazine ist im Grunde eine Tech-Demo, wie ein iPad-Magazin in HTML5 aussehen könnte. Die Inhalte kommen dabei zum Teil von anderen Blogs, aber auch mal gerne aus Wikipedia oder Flickr. Meiner Ansicht nach ist das aber Nebensache – interessant ist, dass jemand tatsächlich mal ein Magazin auf HTML5-Basis vollständig entwickelt und (noch wichtiger) auch veröffentlicht hat.

Die beiden Berliner bezeichnen das Magazin als “the first which is only done with HTML5“. Das ist so nicht ganz richtig, da auch andere Verlage oder Agenturen mit HTML5 experimentiert haben (z.B. Sports Illustrated). Die haben ihre Experimente aber nie veröffentlicht. So ist zum Beispiel das einzige, was aus unseren Experimenten bei ND/R öffentlich herausgekommen ist, das jGestures Plugin.

Der Grund dafür ist einfach: die Performance stimmt noch nicht. Das kann man leider auch bei Aside feststellen.

  • Bis sich das Magazin öffnet, lädt es zunächst bis zu einer Minute Daten. Das lässt sich leider nicht vermeiden, denn das Local Storage-Feature von HTML5 funktioniert auf dem iPad nicht, wie man das erwarten würde. Darüber hinaus ist der Platz zu begrenzt.
  • Durch die Architektur der HTML5-Seite kann es manchmal Probleme geben. Ein typisches Beispiel ist, wenn bei einem Seitenwechsel vorher gestartete Musikstücke oder Videos nicht angehalten werden. Diese laufen dann im Hintergrund weiter und ziehen nach wie vor Systemressourcen, obwohl sie nicht mehr sichtbar sind (wohl aber hörbar).
  • Die Touch-Gesten funktionieren zwar gut, aber das Interface reagiert zu träge. Scrollen ist nicht flüssig, Kinetic Scrolling funktioniert nur mehr oder weniger und das Interface fühlt sich allgemein nicht rund und flüssig an.

Das ist nicht neu und ich denke jeder, der HTML5-Experimente auf dem iPad versucht hat, kennt diese Probleme bereits. Ich bin aber trotzdem immer noch der Meinung, dass HTML5-Anwendungen auf dem iPad sinnvoll sind und insbesondere im Bereich von Magazinen und anderen regelmäßig erscheinenden Publikationen eine valide Alternative zu nativen iOS-Apps darstellen.

Um so wichtiger finde ich, dass die beiden Berliner mutig genug waren ihr Magazin trotz aller Unzulänglichkeiten zu veröffentlichen. Die oben genannten Probleme sind alle lösbar, wenn man nur genug Zeit, Kreativität und vielleicht ein paar fiese Hacks in das Problem investiert. Das ist nicht Aufgabe der Verlage, deren Produkte einfach funktionieren müssen, sondern vielleicht eher etwas für enthusiastische Bastler. Go Aside!

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Was Wolfgang Blau, Chefredakteur von ZEIT Online, da ganz ruhig und entspannt von sich gibt macht mir persönlich Hoffnung. Es tut mal jemanden aus der Medienwelt mit einem positiven Blick in die digitale Zukunft zu hören. Das hatte ich in letzter Zeit selten.

 

Wolgang Blau: Die sieben Branchenmythen zum Zustand des Journalismus from Carta on Vimeo.

Via Carta Webseite.

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