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	<title>Der AUX-Eingang &#187; Konzepte</title>
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	<description>Ein generischer Signaleingang von Dirk Songür ohne spezifische Gerätebezeichnung</description>
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		<title>Gamification: Hype und Zukunft</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 22:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gamification]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Usability]]></category>
		<category><![CDATA[Webanwendungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Thema beschäftigt Game Designer seit einiger Zeit besonders: Gamification. Manche halten es für die Zukunft: wir wir lernen, arbeiten und leben werden. Andere halten es für einen überzogenen Hype, der nicht funktionieren kann. Und es gibt natürlich einige, die sich irgendwo dazwischen bewegen. Was ist Gamification? Jeder weiß: Spiele machen Spaß! Das ist allerdings [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema beschäftigt Game Designer seit einiger Zeit besonders: Gamification. Manche halten es <a href="http://campusphere.de/playful/2011/04/05/fun-is-the-future-mastering-gamification/" target="_blank">für</a> <a href="http://www.stephanieschwab.com/2010/08/31/more-on-gamification-game-mechanics/" target="_blank">die</a> <a href="http://whymothersneverdrinkhottea.blogspot.com/2011/05/gamification-is-future-but-not-as-we.html" target="_blank">Zukunft</a>: wir wir lernen, arbeiten und leben werden. Andere halten es für einen überzogenen Hype, der nicht <a href="http://whatgamesare.com/2011/05/the-enclosure-problem-gamification.html" target="_blank">funktionieren</a> kann. Und es gibt natürlich einige, die sich <a href="http://radar.oreilly.com/2011/04/gamification-purpose-marketing.html#comment-7250008" target="_blank">irgendwo</a> <a href="http://terranova.blogs.com/terra_nova/2011/04/gamification.html" target="_blank">dazwischen</a> bewegen.</p>
<p><a href="http://dirk.songuer.de/wp-content/uploads/2011/05/hippo_arcade_games.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1213" title="hippo_arcade_games" src="http://dirk.songuer.de/wp-content/uploads/2011/05/hippo_arcade_games.jpg" alt="" width="609" height="184" /></a></p>
<h2>Was ist Gamification?</h2>
<p>Jeder weiß: Spiele machen Spaß! Das ist allerdings kein Zufall, sie werden immerhin entworfen, damit sie Spaß machen. Ein Spieledesigner (Game Designer) macht sich bei der Entwicklung eines Spiels Gedanken, wie das Spiel funktionieren soll, welche Regeln es gibt, wie alles zusammenpasst. Dabei verfolgt er nur ein Ziel: dem Spieler ein möglichst nahtloses und unterhaltsames Erlebnis zu bieten.</p>
<p>Zwei Merkmale von Spielen sind dabei besonders bemerkenswert:</p>
<p>Erstens: Spiele geben dem Spieler eine klare Rückmeldung über seinen Zustand im Spiel. Anders gesagt: sie verorten den Spieler in ihrem System und teilen ihm direkt mit, wann er etwas geschafft hat (&#8220;Level 3 erreicht!&#8221;) und wann er etwas verloren hat (&#8220;Die gegnerische Mannschaft hat ein Tor geschossen&#8221;). Sie blenden also während des Spiels die vielen, vielen Grautöne unseres Lebens aus und simplifizieren ihren eigenen Kontext sehr stark zu einem Weiß (&#8220;Fortschritt!&#8221;) oder Schwarz (&#8220;Rückschritt!&#8221;).</p>
<p>Zweitens: Im Kern ist jedes Spiel ein Lernsystem. Zunächst weiß man nichts über das Spiel. Nachdem man seine Regeln verstanden hat verbringt man seine Zeit damit die Regeln anzuwenden und seine Spielweise zu verbessern. Mit jedem Spielzug, jeder Runde, jedem Spiel verbessert man seine Fähigkeiten das Spiel zu spielen.</p>
<p>Zum Beispiel Super Mario Bros. &#8211; hier lernt der Spieler kontinuierlich neue Dinge: &#8220;Super, du kannst nach links und rechts laufen, jetzt springe doch mal auf diese Plattform. Super, jetzt springe auf diese sich bewegende Plattform. Super, jetzt springe auf diese sich bewegende Plattform, auf der ein Gegner hin- und herläuft&#8221;. Das alles natürlich nicht direkt nacheinander, sondern über das Spiel verteilt: sobald der Spieler eine (Art von) Herausforderung gemeistert hat, wird ihm die nächste präsentiert.</p>
<p>Der Grundgedanke von Gamification sagt nun: &#8220;Was wäre, wenn man die Mechaniken und Systeme von Spielen in anderen Bereichen anwenden würde, zum Beispiel in regulären Software-Anwendungen, Apps, auf Webseiten und -Plattformen oder offline im alltäglichen Leben?&#8221;</p>
<p><span id="more-1212"></span></p>
<h2>Warum es Hype ist</h2>
<p>Wenn man nach aktuellen Beispielen für Gamification sucht, dann trifft man immer wieder auf die üblichen Verdächtigen:</p>
<ul>
<li><a href="https://de.foursquare.com/" target="_blank">Foursquare</a>: Nutzt Punkte, Badges (Achievements) und Mayorships, um Benutzer zu motivieren</li>
<li><a href="http://www.payback.de/" target="_blank">Payback</a>: Nutzt Punkte, um Nutzern Gutscheine, Coupons &amp; Aktionen näher zu bringen</li>
<li><a href="http://www.rexbox.co.uk/epicwin/" target="_blank">EpicWin</a>: Nutzt Punkte und Achievements als Motivation für eine persönliche ToDo-Liste</li>
</ul>
<p>Das Problem an diesen Plattformen: es sind keine besonders gute Beispiele für Gamification. Die genannten Plattformen nutzen zwar Spielmechaniken, haben aber keine Spielsysteme im Kern.</p>
<p>Zum Beispiel: Bei Foursquare bekomme ich <em>Punkte</em>, wenn ich an beliebigen Orten einen Knopf in einer Anwendung auf meinem Mobiltelefon drücke. <em>Badges (Achievements) </em>bekomme ich, wenn die Orte  aus Sicht von Foursquare etwas Besonderes sind. Und ein <em>Mayor</em> werde ich, wenn ich den Knopf mehrmals an verschiedenen Tagen an dem selben Ort drücke.</p>
<p>Aus Sicht eines Game Designers ist die <em><a href="http://lucas.hardi.org/game-design-nuggets/" target="_blank">Core Loop</a></em>, also das Herz des Spiels, das Drücken eines Knopfs auf dem Mobiltelefon des Spielers. Oder anders ausgedrückt: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher_Hund" target="_blank">Drück den Knopf hier und du bekommst dein Fresschen</a>&#8220;. Das ist kein gutes Spiel, das ist simple Konditionierung. Der Knopfdruck stellt weder eine Herausforderung dar, noch kann man sich mit der Zeit darin verbessern diesen Knopf zu drücken.</p>
<p>Der eigentliche Nutzen von Foursquare ist aber, dass meine Freunde sehen können wo ich bin, ich sehen kann wo sie sind und wir durch Empfehlungen neue Orte entdecken können. Das alles ist sind Szenarien, die unabhängig von den Punkten, Badges oder Mayorships sind. Der &#8220;Spieleteil&#8221; von Foursquare ist also nicht nur schwach, sondern auch noch entkoppelt von dem eigentlichen Nutzen.</p>
<p>Ebenso werde ich durch Payback nicht besser einkaufen. Mit EpicWin verbessere ich mich nicht im Abarbeiten meiner ToDo-Liste. Beide versuchen mich durch aufgestülpte Spielmechaniken in irgend einer Form zu motivieren, aber im Kern sind sie eben nur ein Kundenbindungsprogramm bzw. eine ToDo-Liste &#8211; keine Spiele.</p>
<p>Darum bin ich Anbietern wie <a href="http://gamify.com/" target="_blank">Gamify</a> oder <a href="http://www.bigdoor.com/" target="_blank">BigDoor</a> zunächst einmal kritisch gegenüber eingestellt. Das Problem sind nicht die Mechaniken, das Problem ist das eigentliche Game Design. Und das bleibt aktuell auf der Strecke. Gamification ist im Moment synonym für &#8220;Wir integrieren Punkte in die Webseite oder unseren Service?&#8221; und das ist nicht sinnvoll. <a href="http://twitter.com/playbe" target="_blank">Steffen P. Walz</a> nannte das in seinem <a href="http://videos.liftconference.com/video/1191988/steffen-p-walz-the-lowdown-on" target="_blank">Talk auf der Lift</a> zu Recht einfach nur &#8221;Pointsification&#8221;.</p>
<h2>Warum es die Zukunft ist</h2>
<p>Spiele sind sehr mächtig. Das Konzept &#8220;spielen&#8221; ist sehr tief in uns verankert. Jeder von uns spielt andauernd Spiele, egal wie alt wir sind. Wir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sudoku" target="_blank">lernen</a> durch Spiele und haben Spaß dabei. Spiele lassen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schach" target="_blank">komplexe Dinge</a> einfach erscheinen. Spiele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hickelkasten" target="_blank">trainieren</a> uns, ohne dass es uns mühevoll oder anstrengend vorkommt. In so fern ist der Grundgedanke von Gamification nicht verkehrt.</p>
<p>Hier ein paar meiner Meinung nach gute Beispiele für Gamification:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.officelabs.com/projects/ribbonhero2/Pages/default.aspx" target="_blank">Ribbon Hero 2:</a> Ein Spiel, um den Spielern MS Office beizubringen</li>
<li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/ESP_game" target="_blank">ESP Game</a> / <a href="http://images.google.com/imagelabeler/" target="_blank">Google Image Labeler</a>: Verpackt eine langweilige Aufgabe in ein Spiel, an dem die Spieler Spaß haben</li>
<li><a href="http://www.snow.com/epicmix/home.aspx" target="_blank">Epic Mix</a>: Erweitert Skifahren um spielerische Elemente</li>
</ul>
<p>Die ersten beiden Beispiele sind im Kern Spiele, allerdings verfolgen beide einen &#8220;ernsten&#8221; Zweck.</p>
<p>Ribbon Hero 2 versucht den Spielern Microsoft Office beizubringen. Vor etwas über einem Jahr haben wir uns in einer <a href="http://dirk.songuer.de/2009/11/30/ux-was-applikationen-von-spielen-lernen-konnen/" target="_blank">Session auf dem Barcamp Mainz</a> noch gefragt, wie so etwas aussehen könnte &#8211; jetzt hat Microsoft es umgesetzt. Im Grunde handelt es sich um eine Mischung zwischen integriertem Tutorial und einem Lernspiel, welches allerdings zwischen beiden Formen, je nach Kontext, hin- und herwechseln kann. Ergebnis: man kann plötzlich Spaß haben die Funktionalitäten von MS Office kennen zu lernen.</p>
<p>Mit dem Google Image Labeler (GIL) versuchen 2 einander unbekannte Spieler gemeinsam Begriffe für zufällig ausgewählte Bilder zu finden. Wenn die Begriffe übereinstimmen, bekommen beide Punkte. Dahinter steckt die Absicht nicht verschlagwortete Bilder für Google erfassbar zu machen. Im Endeffekt setzen sich also zwei Leute hin und machen sich die Arbeit die Bilder für Google mit passenden Begriffen zu versehen. Aber: Die Spieler haben Spaß daran eine sonst eher nervtötende Aufgabe zu erfüllen, weil das Spiel, welches um diese Aufgabe herum konstruiert wurde, entsprechend spannend gestaltet wurde. Mehr Informationen zu dem GIL bzw. dem ESP Game gibt es in dem <a href="http://video.google.de/videoplay?docid=-8246463980976635143#" target="_blank">Google Talk von Luis Von Ahn</a> über Human Computation.</p>
<p>Epic Mix hingegen ist kein Spiel an sich, sondern erweitert eine reale Umgebung (in diesem Fall die Skipiste) um Daten. Diese Daten setzt eine Anwendung in einen spielerischen Kontext: Wie schnell warst du auf einer bestimmten Piste? Hast du dich verbessert? Hast du dir Ziele gesetzt und diese erreicht? Wie schnell waren deine Freunde? Und dadurch entstehen nachvollziehbare Geschichten und Erlebnisse. Die Plattform macht es für die Benutzer einfach eigene Metagames für sich und seine Freunde zu entwickeln. Natürlich kann man das<a href="http://www.pushsnowboarding.com/" target="_blank"> noch spannender</a> gestalten, aber der Grundgedanke an sich ist bereits sehr interessant.</p>
<p>Epic Mix und Epic Win sind in dieser Beziehung relativ nahe beieinander: Beide erweitern meine reale Umgebung. Allerdings hat Epic Mix den großen Vorteil, dass es die Daten aus meiner Realität automatisch beziehen kann, wohingegen ich bei Epic Win nach wie vor eingeben muss, was ich wann in welcher Form getan habe oder noch tun will. Und das ist ein großer Unterschied. Epic Win liefert mir (noch) keine Daten über meine eigentliche Tätigkeit: was es war, wie lange ich gebraucht habe und ob ich eventuell die Aufgabe besser gemeistert habe, als das letzte Mal. In dem Moment würde auch Epic Win sehr interessant werden.</p>
<p>In allen drei Beispielen erfüllt der Spiele-Aspekt seinen Zweck: der Benutzer hat Spaß sich in einer Sache zu verbessern. Er erkennt einen Fortschritt, je länger er das Spiel spielt.</p>
<p>Gamification kann also grundsätzlich funktionieren &#8211; solange der Spiele-Aspekt ernst genommen wird. Und das ist das, was hoffentlich über kurz oder lang passiert: der Hype wird vergehen, die schlechten Beispiele werden nach und nach verschwinden, echte Game Designer werden sich mit Gamification beschäftigen und neue Ansätze für die Integration von Spielen in alle möglichen Bereiche entwickeln. Der Aufbau der Systeme wird sich wandeln von &#8220;Hier bekommst du Punkte als externe Motivation&#8221; zu &#8220;Hier bekommst du persönliche Befriedigung als interne Motivation&#8221;.</p>
<p>Ob das wirklich so kommen wird, bleibt abzuwarten. Ob und wie Gamification wirklich jemals uns Leben komplett umkrempeln wird, wie <a href="http://www.goodreads.com/book/show/6499287-metagame" target="_blank">manche</a> <a href="http://fora.tv/2010/07/27/Jesse_Schell_Visions_of_the_Gamepocalypse" target="_blank">vermuten</a>, wird sich ebenfalls zeigen. Aber wie Jesse Schell <a href="http://fora.tv/2010/07/27/Jesse_Schell_Visions_of_the_Gamepocalypse" target="_blank">sagte</a>: &#8220;Es wird in der einen oder anderen Form kommen, also sollten wir uns besser damit beschäftigen&#8221;.</p>
<p><em>Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/lel4nd/" target="_blank">Lel4nd</a> (&#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/lel4nd/3851350079/in/photostream/" target="_blank">When We Loose the Game</a>&#8220;)</em></p>
 <p><a href="http://dirk.songuer.de/?flattrss_redirect&amp;id=1212&amp;md5=5cd2f285c51c838596088a9c8acd8947" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://dirk.songuer.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Next up: Automatisierte Marktforschung</title>
		<link>http://dirk.songuer.de/2011/02/24/next-up-automatisierte-marktforschung/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 21:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Vermutungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Robert Scoble so treffend bemerkte: wir haben im Moment spezialisierte Plattformen, um uns an Orte zu führen und spezialisierte Plattformen, um anzuzeigen dass wir wirklich dort sind. Was wir aber dort machen und wie wir uns dort fühlen geht meistens im Rauschen unter und ist noch nicht strukturiert erfassbar. Ich schließe mich da Robert an: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://scobleizer.com" target="_blank">Robert Scoble</a> so <a href="http://scobleizer.com/2011/02/04/how-accels-jim-breyer-is-aiming-to-get-a-cut-of-every-local-dollar-spent/" target="_blank">treffend bemerkte</a>: wir haben im Moment spezialisierte Plattformen, um uns an <a href="http://www.groupon.de/" target="_blank">Orte zu führen</a> und spezialisierte Plattformen, um anzuzeigen dass wir <a href="http://de.foursquare.com/" target="_blank">wirklich</a> <a href="http://gowalla.com/" target="_blank">dort</a> <a href="http://www.facebook.com/places/" target="_blank">sind</a>. Was wir aber dort machen und wie wir uns dort fühlen geht meistens im Rauschen unter und ist noch nicht strukturiert erfassbar. Ich schließe mich da Robert an: Die Möglichkeit unsere Tätigkeiten, Emotionen und Eindrücke an Orten strukturiert zu erfassen und weiterzugeben wird eins der <em>Nächsten Großen Dinge</em>.</p>
<p>Den eigenen Kontext mit Erfahrungen zu verknüpfen ist potentiell eine ziemlich große Sache. Im Kleinen tun wir das auch schon: wenn wir zum Beispiel Sterne als Bewertung für etwas vergeben. Aber die Aussagekraft einer solchen Bewertung lässt sehr zu wünschen übrig. Man vergibt zum Beispiel für ein Restaurant 3 von 5 Sternen. Wie gut ist das wirklich? Was hat das Restaurant getan, damit es nicht die volle Punktzahl bekommt? Lag es am Essen? An den Getränken? An der Bedienung? An der eigenen Begleitung? Am Wetter? An der Grundstimmung? Ein Erlebnis ist eben immer eine komplexe Sache und lässt sich meistens nicht so einfach durch eine Zahl abbilden.</p>
<p><span id="more-1129"></span></p>
<p>Nehmen wir statt dessen an, dass ich in meinem aktuellen Kontext angeben kann, was ich gerade denke oder empfinde &#8211; und zwar in einer strukturierten Form, nicht einfach als Freitext. Einerseits könnten Begebenheiten wesentlich besser abgebildet werden: &#8220;Die Musik war nervig, meine Klamotten nass vom Regen, der Gin Tonic ging so, aber das Essen war der Hammer. Klar würde ich deswegen nochmal herkommen.&#8221; Und nehmen wir weiter an, ich könnte auf jede einzelne Information separat zugreifen: &#8220;Heute suche ich Restaurants mit gutem Essen, in die ich noch einmal gehen wollte&#8221; oder &#8220;Ich suche einen Laden mit guter Musik und guten Drinks, das Essen ist mir egal&#8221;. Das wäre wesentlich interessanter, als &#8220;Zeige mir alles mit 4 oder mehr Sternen&#8221;.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind die Anbieter selbst unheimlich interessiert an solchen Daten. Social Media Monitoring ist deshalb so komplex (=teuer), weil die Daten in sozialen Netzwerken nicht strukturiert sind. Aber was wäre, wenn sie es doch wären? Was wäre, wenn eine Auswertung nun doch einfach und weitgehend ohne manuellen Aufwand möglich wäre?</p>
<p>Ein Beispiel, das demnächst startet, ist <a href="http://www.qriously.com/" target="_blank">Qriously</a>. Eine <a href="http://www.mobilfunk-talk.de/news/24402-qriously-meinungsumfragen-statt-werbung-in-kostenlosen-apps/" target="_blank">kurze Zusammenfassung</a> des Dienstes findet sich auf Mobilfunk-Talk.de:</p>
<blockquote><p><em>Kostenfreie Applikationen für Android Smartphones sollen mit Meinungsumfragen belegt werden, sodass der Kunde aufgefordert ist mitzumachen, anstatt durch Werbebanner geblendet zu werden. Hierbei geht es auch nicht mehr um den direkten Verkauf von Produkten, sondern  es soll Marktforschern so der Zugriff zu Millionen Nutzern geöffnet werden.</em></p></blockquote>
<p>Ansonsten ist wenig bekannt, was Qriously da vor hat. Aber es scheint sich definitiv am kommerziellen Ende der Skala zu orientieren. Ich kann mir auf der anderen Seite vorstellen, dass Facebook, Foursquare und Co ebenfalls anfangen werden mehr über Emotionen ihrer Benutzer erfahren zu wollen und diese als informationellen Mehrwert für ihre Nutzer (und Werbepartner) aufbereiten. Man wird sehen, aber spannend wäre es auf jeden Fall.</p>
<p>Und natürlich funktioniert das Prinzip nicht nur bei Orten, aber ich denke damit wird es anfangen.</p>
 <p><a href="http://dirk.songuer.de/?flattrss_redirect&amp;id=1129&amp;md5=c2222b14c82db7861dce2688a94a006c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://dirk.songuer.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nokia Push Snowboarding</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 12:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiles]]></category>
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		<description><![CDATA[Ihr erinnert euch noch an den Post über Epic Mix? Zitat: Und als Technischer Projektmanager, ob man nicht Skier und Boards mit Sensoren pimpen kann, um Geschwindigkeit, Abfahrt und Tricks noch genauer tracken zu können. Da war ich wohl nicht der einzige. Nice one, Nokia.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr erinnert euch noch an den <a href="http://dirk.songuer.de/2010/12/13/epic-mix-to-the-max/" target="_blank">Post über Epic Mix</a>? Zitat:</p>
<blockquote><p><em>Und als Technischer Projektmanager, ob man nicht Skier und Boards mit Sensoren pimpen kann, um Geschwindigkeit, Abfahrt und Tricks noch genauer tracken zu können.</em></p></blockquote>
<p>Da war ich wohl <a href="http://www.nokiausers.net/General/Video-Part-1-Nokia-Push-Snowboarding-RD-Roundup.html" target="_blank">nicht der einzige</a>. Nice one, Nokia.</p>
<p><object width="620" height="373"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iiCv_7RxBh8?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/iiCv_7RxBh8?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="620" height="373"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="620" height="489" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DFCqOJfAVBg?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="620" height="489" src="http://www.youtube.com/v/DFCqOJfAVBg?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <p><a href="http://dirk.songuer.de/?flattrss_redirect&amp;id=1102&amp;md5=0e74898d8f64d81388edf13f92b5ab14" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://dirk.songuer.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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