Epic Mix to the Max
13. Dezember 2010
Epic Mix macht das eigentlich nicht schlecht: sie nehmen Daten von lauter Messpunkten und geben sie den Nutzern in aufbereiteter Form zurück.
Und natürlich fummeln sie noch kräftig mit Gamification herum. Als Game Designer finde ich das nett. Als Gamer frage ich mich sofort, ob ich mein Profil in das nächste Shaun White Snowboarding importieren kann. Und als Technischer Projektmanager, ob man nicht Skier und Boards mit Sensoren pimpen kann, um Geschwindigkeit, Abfahrt und Tricks noch genauer tracken zu können.
Nett, mehr davon.
Communityhubs Awarded
30. November 2010
Ich habe Anfang des Jahres einiges über das Konzept von Communityhubs erzählt. Wie bereits im ersten Artikel angedeutet war die Agentur, in der ich arbeite, zu der Zeit bereits in der Umsetzungsphase für einen solchen Communityhub. Genauer gesagt ging es dabei um die Microsite für den neuen Audi A1.
Inzwischen ist der Buzz um den A1 etwas abgeklungen, so dass man auf der Seite nur noch wenige Einträge findet (es werden nur die aktuellsten Einträge vorgehalten). Auf der Projektseite bekommt man das Prinzip jedoch noch einmal näher erklärt.
Das Projekt wird deshalb noch einmal für mich aktuell, weil die ND für Konzept und Ausführung einen 2010 Forrester Groundswell Award erhalten hat. Applaus von meiner Seite, es war wirklich ein tolles Team in Berlin.
Scheint so, als wäre etwas an der Sache dran gewesen. Da muss ich mich nächstes Jahr mit meiner Voraussage für Communitymanagement 2011 wohl mehr anstrengen, um wieder einen Treffer zu landen. Warte mal, woran arbeiten wir gerade nochmal?
Wenn Verlage Facebook entdecken
26. Oktober 2010
Heute Morgen bin ich aus dem Zug in Frankfurt gestiegen und habe eine Plakatwerbung für das Buch “Die Wahrheit über Alice” von Rebecca James gesehen. So weit nichts Besonderes. Was mich allerdings zum Anhalten brachte war der unten links auf dem Plakat gezeigte Hinweis.

Schickes Facebook-Logo. Wer soll denn diese Alice sein? Ok, offenbar die Hauptperson des Romans, aber wieso sollte ich mit ihr befreundet sein? Und wieso ist eine imaginäre Romanfigur denn bitte auf Facebook, ich dachte dort sind laut Richtlinien (Abschnitt 4) nur persönliche, nicht kommerzielle Profile erlaubt. Mit einer Facebook-Seite kann ich schließlich nicht befreundet sein, sie kann mir höchstens gefallen.
Na gut, ich schlucke mal den Köder. Suchen wir einfach mal nach dieser Alice und geben oben in der Suchbox von Facebook “Alice” ein. Ergebnis:
Right, das ist wohl kaum damit gemeint. Aber da gab es doch noch eine Domain, vielleicht finde ich dort die richtige Alice. Auf “die-wahrheit-ueber-alice.de” erwartet mich jedoch folgendes:
Right again. Aber ok, auf dem Plakat war ja auch das “www” noch vor der Domain mit angegeben – wohl damit man die URL nicht einfach so in seine Adresszeile eintippen kann. Schließlich finde ich unter “www.die-wahrheit-ueber-alice.de” endlich die scheinbar richtige Webseite. Aber ich weiß allerdings immer noch nicht, wer Alice ist oder wie ich mich mit ihr anfreunden kann.
Statt dessen erwartet mich ein Psychotest, ein Gewinnspiel, ein Trailer, ein Gästebuch und ein kurzes Interview mit der Autorin. Doch, Moment, ganz oben sehe ich ein Facebook Like-Button. Tatsächlich – mit einem Klick gefällt mir das Konsumgut (!) “Die Wahrheit über Alice” – also die Facebook-Seite zum Buch.
Schade, diese Alice klang richtig nett. Diesen kläglichen Versuch von integrierter Kampagne hat sie sicherlich nicht verdient.


