“Wieso glauben so viele, dass sich Entwicklung für das #iPad nur auf Apps reduziert? Eine angepasste Webseite / Webapp ist oft besser.”

Dieser Tweet bringt auf den Punkt, was ich zunehmend denke. Und eigentlich gilt selbiges auch für das iPhone und den iPod Touch. Insbesondere die ganzen digitalen Magazine auf dem iPad haben mich in letzter Zeit immer wieder fragen lassen: “Wieso ist das eigentlich eine native App?”

Focus Online und Die Welt zeigen so wie so fast 1:1 den Inhalt, den man auch auf ihren Webseiten findet und funktionieren nur vollständig, wenn man auch online ist. Der Spiegel, iKiosk, das BMW Magazin und Schnelle Küche zeigen mehr oder weniger dynamische Screenshots und manchmal auch ein Video, die man sich immerhin auch offline anschauen kann. brand eins ist das einzige Magazin, dass seinen Inhalt ein bisschen aufbereitet (Lesemodus) und (oh Wunder) verfügt als einziges Magazin über eine Volltext-Suche. Nur bei Spiegel und Welt kann man Content-Hilfen des iPad vernünftig benutzen (Voice-Over etc.). Bei keinem (!) kann man Text einfach markieren. Die Möglichkeiten Inhalte digital zu empfehlen sind eingeschränkt: viele bieten Email-Versand, manche immerhin Twitter und Facebook – alles andere ist außen vor. Lesezeichen sind leider auch nicht die Regel.

Den Rest des Beitrags lesen »

Bookmark and Share

The Magazine of my Life

15. April 2010

Da hat Microsoft was sehr interessantes getan:

Der Spruch “The magazine of my life” trifft es ganz gut, was das KIN einfangen soll. Das Konzept ist natürlich nicht neu, aber Microsoft hat sich hier einige sehr interessante Gedanken dazu gemacht.

Daumen hoch, ich bin gespannt.

Bookmark and Share

Um alle abzuholen, es geht darum:

Und das Ziel des Ganzen hat nichts mit Print zu tun. Null. Nada. Zilch.

Erster Grund: Wenn ich mal so eine Zeitung habe, in der jede Seite ein “Bildschirm” ist, wozu brauche ich dann überhaupt mehrere Seiten? Welchen Vorteil hätten mehrere Seiten außer erhöhte Produktionskosten? Wieso kann ich nicht direkt hin- und hernavigieren, zum Beispiel mit einer Art Cover Flow?

Grund Zwei: Warum brauche ich bei so einem Medium monatlich neue “Bildschirme” (sprich: eine neue Ausgabe), wo ich doch theoretisch einfach die Inhalte der aktuellen Ausgabe auf meinen bereits vorhandenen “Bildschirm” laden kann?

Grund Drei: Neue Arten von Content. Neue Arten von Interaktion der “Autoren” mit dem Benutzer. Neue Arten von Interaktionen von Lesern untereinander.

Zusammenfassung: es läuft auf veränderte Haptik, veränderte Handhabung, veränderte Geschäftsmodelle und veränderten Content heraus. Was genau ist dann daran noch “Print”?

Wenn das die Zukunft von Print ist, dann ist der Kindle die Zukunft des Buchdrucks. Vielleicht ist beides die Zukunft, wie wir bestimmte Arten von Informationen aufnehmen, aber mit Print hat das nichts zu tun. Bei einem Auto denke ich auch nicht “Das ist die Zukunft des Fahrrads”.

Bookmark and Share