Ich will mich auf keiner neuen Plattform mehr anmelden. Google, Facebook, Twitter, Xing, Amazon, Flickr (Yahoo), Last.fm, Tumblr, Posterous, Delicious, Slideshare, Goodreads, MSN, Skype und so weiter – Es reicht langsam. Wenn ich also eine neue Community sehe, achte ich zunächst auf 2 Icons: Facebook Connect und / oder OpenID. Nichts davon vorhanden? Die Community ist gerade für mich gestorben. Oh, sicher, ich werde sie mir aus beruflichem Interesse mit einer Wegwerf-Adresse anschauen, aber bleiben werde ich nicht.

Es ist ja leider nicht nur eine weitere Kombination aus Name / Email und Passwort, sondern auf jeder neuen Plattform darf ich erneut mein Netzwerk zusammensuchen, motivieren, finden und angeben. Meine Passwörter auf allen Plattformen zu ändern kostet mich inzwischen knapp 3 Stunden. Und nein, ich vertraue keinen Aggregator-Diensten, die meine Passwörter für mich verwalten.

Inzwischen sind die großen Plattformen auch so einfach zu implementieren, dass dies aus technischer Sicht auch für Hobby-Projekte keine Hürde mehr darstellt. Die APIs sind etabliert und es gibt sowohl für OpenID wie auch Facebook Connect unzählige Beispiele in den unterschiedlichsten Technologien, wie man diese auf seiner eigenen Plattform integriert. Bestehende Login-Mechanismen umbiegen kostet sogar noch weniger Zeit.

Jeder der heutzutage eine Community neu starten will sollte sich also die Frage stellen: “Benötige ich eine Community-Plattform oder reicht eine Community?“. Will sagen: “Rechtfertigt die Plattform wirklich, dass Benutzer neue Profile anlegen müssen?“.

Pro Tipp: keep it simple.

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